Gisela Hochuli

Gisela Hochuli, In touch with M.O.
Fotografin: © Eliane Rutishauser / Performancepreis Schweiz 2014

ohne Titel I

Gisela Hochuli ist 1969 geboren, lebt und arbeitet in Bern und Ruppoldsried. Ihre Performances bestehen aus verschiedenen Handlungen, die ineinander greifende Bilder und Stimmungen erzeugen. Es geht oft um Transformationen von Material, vom eigenen Körper und vom Raum. «Ich bin sehr interessiert an Transformationen, wenn der Blick auf einen alltäglichen Gegenstand sich verschiebt, sich verrückt. Und ich sehe mich als ein Gegenüber vom Material. Es geht darum, dem Material Aufmerksamkeit zu geben, mit ihm zu sein und zuschauen was es macht.» Das was mit den Gegenständen passiert, beeinflusst den nächsten Schritt in der performativen Handlung. Das können ganz einfache Handlungen sein: eine Mütze wird nass gemacht und aufgehängt; eine Hose wird ausgezogen; die Haare werden gepeitscht.

Der behutsame und konzentrierte Umgang mit den Dingen und mit den eigenen Körperteilen steht im Zentrum des performativen Ablaufs. Gisela Hochulis Bewegungen in diesen Transformationen sind eher langsam, einige scheinen aus Bildern von Werken aus der Kunstgeschichte zu stammen: der Arm von Meret Oppenheim, die Kopfhaltung von Hanna Höch. Doch es sind nicht einfach nur Zitate. Wenn eine Grasmatte brennt, wird das Bild dramatisch, aktuell. Es brennt … jetzt.

Gisela Hochuli