Nikolaus Gansterer

«Thinking Matters Other Others.
A Translecture», 2014, Nikolaus Gansterer, Tanzquartier Wien, Österreich

Translecture


Nikolaus Gansterer (*1974, lebt und arbeitet in Wien) ist ein Künstler, der erforscht, wie weit eine Zeichnung – für ihn ein Medium von hoher Unmittelbarkeit – zum Werkzeug der Kommunikation, eine Partitur und wieder in eine Performance werden kann. In den letzten Jahren entwickelte er eine Reihe von Aufführungen namens Translectures –, die Form der Notation und neues Vokabular zwischen den Zeichen der Zeichnung, Choreographie und Handlung werden. So kann eine Linie des Denkens zu einer Linie auf dem Papier werden, könnte sich drehen in eine gesprochene Linie, um dann wieder mit dem ganzen Körper gezeichnet werden.

Ausgehend von dem alltäglichen Gegenstand des Tisches, den Nikolaus Gansterer in eine Art Zeichen-Lab und Mikro-Bühne verwandelt, entwickelt er eine Reihe von Experimenten, die live auf Video aufgenommen und direkt in den Performance-Raum übertragen werden. Für den Künstler ist Translecture ein offenes performatives Modell, bei dem laufend die Live-Inschrift und die Live-Zeichnung fusioniert.